Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Na eh…

Grundsätzlich bin ich ja ein Kammäleon. Ich scheue zwar die Veränderung, aber wenn ich es dann mal angehe, dann ganz und gar. So bin ich total Österreicherin und bei meinen letzten Türkeibesuch war da gar keine Wehmut, sondern eher Dankbarkeit, wie viel einfacher mein Leben in der Heimat ist.

Leider konnte ich mein Wauzi nicht wie geplant mitnehmen von der Türkei.

Er war beim Tierarzt, weil er zu allem Überfluss offensichtlich angefahren wurde und am Haxerl operiert werden musste. Bei meinem ersten Besuch sah ich einen komplett anderen Hund. Nach kurzem Hallo seinerseits nur Fluchtwegsuche und sehr nervöses Verhalten. War sehr am Zweifeln, ob ich denn auch das Richtige tue, ihn nach Österreich zu karren. Beim nächsten Besuch war er aber ganz der alte Bub – total fixiert auf mich und freundlich. Leider habe ich dann Besuchsverbot bekommen, da sie den Hund für mehr als 1h nach meinem Verschwinden nicht beruhigen konnten und er nur am Jaulen war.

Monk der ich bin, habe ich einen Tag vor Abflug nochmals Hunzis ganze Papiere gecheckt und bin drauf gekommen, dass seine serologische Untersuchung erst 1 Monat her ist, jedoch min 3 Monate alt sein sollte. Somit konnte er nicht mitkommen und mein Herzerl war total verzweifelt (*mal abgesehen von seinem leeren Betterl und Futternapf, die prangernd in meiner Wohnung warten). Flughafen Wien meinte, sollte ich so mit ihm einreisen, kann ich mir aussuchen, ob er auf meine Kosten retour gebracht oder eingeschläfert wird. Somit muss ich bis Feber warten – was ja meine Königsdisziplin ist, das Warten. Abgesehen von den Kosten und dass ich zu diesem Zeitpunkt keinen Aufenthaltstitel mehr habe…

Gesundheitlich meint mein Körper mit Spompanadeln auf sich aufmerksam machen zu müssen und auch hier heißt es bitte warten, bis alles geklärt ist. 

Langweilig ist es aber nicht; so habe ich beschlossen, mich nach 5 Jahren beruflich zu verändern und nächstes Jahr werde ich mich einer neuen Herausforderung stellen. Um die häufigst gestellte Frage vorwegzunehmen – ja, ich werde in (Ober-)Österreich bleiben.

Den Jahreswechsel werde ich in der Türkei zelebrieren, wobei ich der Magie Jahreswechsel nicht mehr so viel Bedeutung beimesse wir in vergangenen Zeiten.

Nun freue ich mich auf besinnliche Weihnachten und viel freie Zeit!

 

Susi

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