Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Mein Auftakt – langsamer Walzer anstelle von Quickstep

Seit April bin ich nun in Amt und Würden in der neuen Firma.

Nachdem ich mich in der Türkei dazumal auf komplett neues Terrain gewagt hatte und dort die letzten Jahre wirklich tief in vielen Themen war, mich in den Prozessen zu Hause fühlte, Zusammenhänge kannte und die Arbeit wirklich herausfordernd war, ich mich ihr jedoch gewachsen fühlte – bin ich meinen neuen Job sehr unbedarft, a la

challange accepted; aber was kann MICH J E T Z T noch fordern :-)?!

mit einem lächelndem und einem zwinkernden Auge angetreten.

Jegliche Erinnerung von dazumal an den Anfang in der Türkei – neues Land, neuer Job, neues System, ganz andere Themen als bisher, andere Kultur, notwendige Übersetzungen… – wurden glaube ich komplett aus meinem Gedächtnis geschwemmt (oder wurde durch damaliges zügelloses Feiern ausgeblendet) – denn ich fühle mich hier nun wie frisch aus dem Ei geschlüpft und habe bisher lediglich damit verbracht, mich zu organisieren. Musste ich in der Türkei von Tag 1 an Hand anlegen (oder zumindest redet mir die Erinnerung das ein), fühle ich mich hier noch ein wenig „unwirksam“.

Mein Kopf weiß, dass meine Geduld ein Kapitel für sich selbst ist, meine Vernunft sagt mir, das braucht Zeit, ist total normal und auch beim letzten Wechsel nicht von heute auf morgen, oder von selbst von statten gegangen, aber der Bauch, der ist mehr als grummelig, muss ich meist (schweigend) zuhören (und mein näheres Umfeld weiß, wie sehr es mir schwer fällt, Menschen ausreden zu lassen, weil mein Hirn übersprudelt, aber hier muss ich (noch) schweigen, selbst wenn die Augen & Ohren auf mich gerichtet sind).

Ich mein, nennen wir das Kind beim Namen – ich bin unsicher. Schützt denn Alter heutzutage vor nichts mehr 🙂 ?

 

Susi

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