Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Update

Ich bin nun Hundeführer und obwohl ich so’was von leidenschaftslos die Prüfung eigentlich als Begleithund für unsere Rottifreundin gegangen bin und mich selbst nicht hätte durchkommen lassen, möchte ich inne halten und mehr als stolz sein: Der Bub war 3 Monate in Österreich. Er ist quasi ein ausgewachsener Hund mit starken Zügen eines Herdenschutzhundes, die grundsätzlich sehr eigenständig und schwer zu erziehen sind und wir haben das schon recht gut gemeistert. Das Video das die liebe Isa bei der Prüfung gemacht hat, zeigt meinen Buben schwanzwedelnd und freudig die Kommandos über sich ergehen lassend und schön, dass es ihm Spaß zu machen scheint, mit mir etwas zu machen, wenn auch mit einem Funken Sturheit. Von wem er die nur hat 🙂 ?

Die Firma durfte Sansli auch kennen lernen bei einer Firmengrillerei. Von Kindern ließ er sich Dinge gefallen, wo ich mir nicht mehr sicher war, ob ich an seiner Stelle ruhig geblieben wäre. Er hat – wie in allen neuen Situationen – bravest gefolgt (trotz 5 anderer Hunde) und ich wurde mehrmals angesprochen, wie toll der Hund ist *stolzbin* (… es könnte aber auch daran liegen, dass ich tagtäglich darauf poche mit Hundeführer angesprochen zu werden). Er hat sich in die Herzen meiner Kollegen geschleimt und es steht nichts mehr im Weg, mich auch einmal in die Arbeit zu begleiten.

An dieser Stelle sei aber erwähnt, er kann schon ein Terrorzeck sein, für den es wichtig ist, ab und an den großen Macker und Chef bei anderen Hunden heraushängen zu lassen und bewachen wollen wir mich lautstark, vor allem wenn mich ein Zaun von anderen Menschen trennt.

Zur Zeit bin ich aktiver denn je und verbringe jeden Abend in Freilaufzonen (z’wegn der Sozialisierung wär’s), Kürnbergerwald, Donaulände, Pöstlingbergoutback und es tut mir gut. Auch wenn die ersten Verschleißerscheinungen an meinen Gelenksapparaten & Extremitäten jeden Tag mehr anklopfen. Mein bester Freund ist mittlerweile mein Dyson; min jeden 2. Tag muss ich meine Wohnung von einem Niederflorteppich befreien, den mein Hund säht.

In der Arbeit kann ich mich mittlerweile konstruktiv(er) einbringen, bin gut ausgelastet und finde das Klima und die Kollegen als sehr angenehm. Nun stehen auch die nächsten Auslandsreisen am Programm und dank Tina und Isa, die sich um meinen Buben annehmen, damit er nicht im Hort nächtigen muss, kann ich die Reisen entspannt antreten.

Es klopft der 40iger schon ziemlich lautstark an und ich hadere noch sehr mit mir, wie ich diesen begehen soll (eines ist fix – alles außer eine große Feier). Wie immer – wenn ich zu viele Optionen habe – lehne ich mal zurück und lass es auf mich zukommen nach meinem Lieblingsmotto „schaun ma mal“. Nur eines scheint fix zu sein, ich glaube, ich muss mir selbst einen Saugroboter schenken, sofern leistbar 😉

Susi

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