Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Rückblick und Ausschau VII

Beeindruckend eigentlich, dass ich mittlerweile das 7. Mal/Jahr auf meinem Blog über das letzte Jahr und was kommen kann/soll/muss, nachdenke…

Mein letzter Rückblick liest sich wenig prickelnd, fast schon schwermütig: es ist davon die Rede, dass ich altes Jahr, unstabiles Umfeld nicht missen werde, dass ich meine Unbeschwertheit und Fröhlichkeit verloren habe und es wird über Fremdbestimmung gegrießgekramt…

Ein Jahr später sitze ich tiefenentspannt, wieder locker flockig an meiner Tastatur & wenn ich über 2017 nachdenke, dann eigentlich mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht.
Mein neuer Job fordert mich, das Umfeld dort mag ich und ich fühle mich recht gut aufgehoben. Dinge, die mir in der Vergangenheit in der beruflich-zwischenmenschlichen-Beziehung gefehlt, oder mich gar recht gestört haben, sind quasi behoben, auch wenn nicht alles wie auf Wolke 7 ist – es ist gut für mich!

2017 war vor allem durch mein Hunzi geprägt, der mir ja quasi in den Schoß gefallen ist. Anfängliches Hyperventilieren, beinahe schon fast Resignieren ist dank Unterstützung – vor allem durch den lieben Morli & durch die liebe Isa, mein Hundehortumfeld/ meine Hundefreunde – gewichen. Selbst Gastritis, oder was auch immer die Verdauung meines Hundes so stört, Popo-Schnappen, ab und an wieder klar festlegen, wer von uns zwei der Chef ist, lassen mich schon fast unbeeindruckt. So komisch es auch klingen mag: das bedienungslose Vertrauen, die Fixiertheit auf mich, die bedienungslose Liebe von Sansli haben mich über mein Umfeld nachdenken und zusammenräumen lassen. Aber es sei auch nicht alles schön geredet: Dates bedürfen ob des Hundes eines mächtigen Planungsaufwandes & auch nach langen Nächten, egal ob Regen, Hagel oder Sonnenschein – spätestens um 8,9 muss ich an die frische Luft mit Sans.

Auch die Türkei ist für mich Geschichte. So sehr ich mich vor Österreich und einem Leben hier „gefürchtet“ habe – ich kann mir weder vorstellen für meine alte Firma zu arbeiten, noch in der Türkei zu leben. Ich genieße Österreich: der Sprache uneingeschränkt mächtig zu sein, im Grünen zu spazieren, Gepflogenheiten zu kennen – einfach „frei“ & unabhängig zu sein.

Für meinen Ausblick wünsche ich mir nur eines: es soll so bleiben wie es ist: Unangenehmes/ Trauriges/ sonstige Gefühle endlich „aushalten“, um nicht zu sagen aussitzen zu können (ja Tatendrang, ich muss alles ausquatschen & regeln & verstehen – ADIEU), in den Tag leben, gute Freunde zu haben, spontan alles (was mit/neben Hund möglich ist) machen (zu können), generell nettes Umfeld zu haben, Unternehmungen, lustige Dates, ungebunden einfach zu entscheiden, was Spaß machen oder gut tun könnte… quasi Teenager zu sein, nur mit dem Vorteil, keinen um Erlaubnis bitten zu müssen und finanziell unabhängig zu sein 🙂

Susi

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