Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Die Unwichtigkeiten des Lebens

Ich habe meine Wohnung seit mehr als 3 Jahren – glaube ich. Seit Ende 2016 wohne ich darin & das quasi mit dem Status den ich bei Einzug gesetzt habe. Bis auf 3 geschenkte Lampen, die mühsam von Arbeitern montiert wurden, glänzen von der Decke und den Wänden baumelnde Glühlampen. Teppich gibt es keinen. Vorhänge gibt es keine. Shopping artet bei mir immer in gefühlten Doktorarbeiten aus, die sich ziehen und somit habe ich mich mit der Kahlheit angefreundet.

Jetzt hat es mich in ein Geschäft (stundenlang) verschlagen, wo man Dinge einkauft, um seine 4 Wände liebevoll zu dekorieren und ich habe voll zugeschlagen.

Ich frage mich, ob das wohl ein hormoneller Wandel ist und der Wechsel bei mir anklopft oder ob einfach die Hitze, die ich ja eigentlich gewohnt bin, ihre Spuren hinterlässt. Vielleicht ist es aber auch nur Ausdruck des unheimlichen Fernwehs, das mich ein wenig drückt. In meinem Hirn geistern schon wieder Gedanken herum, wo ich als nächstes hin auswandern könnte für eine Zeit lang. Anstoß war ein Film über Afghanistan, wo ich beim Anblick eines Basars wässrige Augen bekommen habe und mir dachte, wie gern ich eigentlich in der Türkei war und dass ich auch sehr schöne Erinnerungen an mein Jahr in den USA habe.

Spannend, wie es weitergehen wird. Eventuell mit einem Wischroboter? Oder gar Beleuchtungsmittel oder einem anderen Kontinent, der für eine Zeit lang meine Heimat wird?????

 

 

Susi

Zurück nach oben