Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

die etwas andere Zeit

So schlimm die Sache an und für sich ist, so versuche ich jedoch dem Ganzen auch Gutes abzugewinnen und es gelingt mir recht gut:

Keiner in meinem Umfeld ist bisher von Covid betroffen und ich hoffe, das bleibt auch so

Ich kaufe ganz bewusst und (meist) regional ein

Ich habe meinen Toilettenpapierverbrauch evaluiert und musste mir eingestehen, dass man eventuell bei 5 lagigen Papier nicht immer 20 Blatt braucht 🙂

Ich koche viel und selbst Brot (nicht weil ich an einer Hungersnot denke, sondern aus Spass an der Gaudi) mache ich selbst (mal negiert, dass ich nach Covid gefühlte 20 kg schwerer sein werde). Die KitchenAid war eine gute Anschaffung zur richtigen Zeit

Ich habe meinen (Auslands Amazon Zalando) Bestellwahn eingestellt und möchte nur mehr bei Unternehmen aus Österreich shoppen

Meine Wohnung und ich, wo wir uns ja kaum persönlich kennen, sind immer mehr auf Du und Du (auch wenn mich mittlerweile alles darin aufregt, nichts meinen Monkschen Anspruch genügt, außer der Kasten – den habe ich akribisch schon mit Faltbrett neu organisiert)

Ich habe mein Umfeld sehr gut kennen gelernt – kenne nun die weniger informierten, die weniger gescheiten, die Egoisten und jene, die mit der Sache ordentlich umgehen

Ich bin dankbar, durfte ich letztes Jahr – wo es so wichtig war – noch Gotti so viel ich wollte im Krankenhaus besuchen und körperliche Nähe pflegen

Endlich darf ich offiziell am Balkon mit einem Gin Tonic alleine sitzen und über Telefon ein Gläschen gemeinsam trinken

Ich bin zu Hause – keine Verpflichtungen, kein Freizeitstress

Die Zeit zu Hause mit meinem Hund ist wunderbar, auch wenn er herumgrantelt wie ein Großer, treffen wir jetzt so viele Menschen wie noch nie beim Spazieren und er merkt doch, dass irgendwas anders ist. Sensibelchen das er nun mal ist, brummt er nur mehr herum – braucht aber mehr Liebe/ Nähe denn je und das genieße ich sehr

Ich habe eine Arbeit, die die Krise (noch) gut bewältigen kann und ich muss mich (noch) nicht um meinen Job sorgen. Die Hilfsbereitschaft der Kollegschaft (zumindest von den meisten) ist wahrlich rührend & mein Chef und ich wachsen mit der Krise

Ich brauche endlich meine Unmengen an Cremen für meine Hände auf, die das andauernde und lange Waschen mit schuppiger Haut rächen

Ich spare Geld ein, das ich ansonsten für Kosmetik, Mani – Pediküre und sonstigen Schnickschnack ausgebe

Susi

Zurück nach oben