Mein Blog – der schmale Grat zwischen Mitteilungsbedürfnis, therapeutischem Schreiben, Festhalten und Exhibitionismus

Liebeserklärung zum Jubiläum – Jahr 4 mit Sansli

Im März vor vier Jahren hat das Schicksal beschlossen, dass mein Bub und ich ab nun zusammengehören und selbst nach vier Jahren kann ich dem Schicksal noch nicht genug danken!

Is alles toll – nöööö: in der Früh muss ich 1h früher los, um Gassi zu gehen und um ihn zu seinen Tageseltern zu bringen. Am Abend hudle ich, wenn möglich, damit ich die Abendrunde mit ihm gehen kann. Meine Freizeit ist zu 95% auf Sansli ausgerichtet und ich mache kaum etwas, wo er nicht dabei sein kann. Bei jedem Wetter (egal wie ich mich fühle) muss ich raus und einfach mal einen Tag im Bett (wenn auch nur länger) liegen spielt es nicht. Organisatorisch ist alles eine Herausforderung. Die ständige Sorge um ihn begleitet mich und ganz günstig ist der liebe Bub auch nicht (Futter, Unterbringung, nicht ganz günstige Dauermedikation, 14 tägige Lasertherapie, Heilbehelfe wie seine Knöchelbandagen, ständig wiederkehrende Kontrollen seiner Hüfte …).

Ab und an entscheidet er auch Dinge, wo ich mir nur an den Kopf greife oder auch sehr enttäuscht bin – von ihm/ meiner Führerqualität.

A B E R

Mir hat niemals zuvor nichts/ niemand so dauerhaft, ohne Zweifel wissen lassen, dass ich in seinem Leben einmal genau das Aller-allerwichtigste bin. Sansli überlegt nicht, taktiert nicht, sondern überhäuft mich einfach mit seiner Zuneigung und seiner Überzeugung, dass ich sowas von wichtig für ihn und total liebenswert bin.

Wenn es drauf ankommt, kann ich mich einfach auf ihn verlassen.

Seine Folgsamkeit ist schon sehr gemütlich (wissend wir haben viel, hart und lange daran gearbeitet).

Die Kuscheleinheiten (eingefordert von ihm) sprengen einfach ab und an mein Herz.

Er ist witzig (mit all seinen Spielchen, seiner ausdrucksstarken Mimik, seinem Herumgesinge/ Gequatsche…) und bringt mich fast täglich zum Lachen.

Er ist sensibel und hat viel Gefühl (wenn seine Jara von Narkose heimkommt, gewährt er ihr Kuscheleinheiten, sind diese normalerweise no-go und gibt ihr den Vortritt mich zu begrüßen oder bei mir zu liegen; wenn ich sage, Schatzi jetzt will ich noch ein wenig rasten (sonntags Nachmittag zB) geht er in sein Bett und döst auch noch eine Runde, er legt seinen Kopf auf meinen Schoß, wenn ich weine…)

Ich bin jeden Abend dankbar, dass er da ist und hoffe, dass er das auch noch lange ist!

Susi

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